Physiotherapie – Ablauf und Leistungen beim Pferd

Umfang meiner physiotherapeutischen Leistungen

Meine Behandlungen beinhalten stets eine ausführliche physiotherapeutische Untersuchung sowie eine anschließende, individuell abgestimmte Behandlung.

Dies umfasst:

  • Ausführliche Anamnese (Befragung zur Vorgeschichte und aktuellen Situation)
  • Exterieurbeurteilung (Erkennen von Stellungs- und körperlichen Auffälligkeiten)
  • Gangbildanalyse (an der Hand im Schritt und Trab, ggf. an der Longe, nach Absprache auch unter dem Reiter)
  • Palpation (Abtasten des gesamten Pferdes)
  • Überprüfung der Gelenke und Strukturen (Gliedmaßen, Wirbelsäule, Becken, Kiefergelenk und Zungenbein)
  • Behandlung von blockierten, verspannten oder anderweitig beeinträchtigten Strukturen
  • Nachbesprechung
    inkl. Befundbesprechung, ggf. Trainings- und Fütterungsempfehlungen sowie Nachbehandlungsplan
🔄 Ergänzend im Ersttermin Plus enthalten
  • Überprüfung des Equipments (Sattel, Trense etc.)
  • Individuelle Übungen mit fachlicher Anleitung als Hausaufgaben
  • 7 Tage persönliche Begleitung (inkl. Rückfragen und einer Videoanalyse)

⚠️ Wichtiger Hinweis

Sollten im Rahmen der Untersuchung oder Behandlung deutliche Auffälligkeiten auftreten, behalte ich mir vor, das Pferd zunächst an einen Tierarzt zu verweisen und die physiotherapeutische Behandlung erst nach entsprechender Abklärung durchzuführen.

Vorbereitung und Hinweise

Vor & nach der Behandlung

Was muss vor der Behandlung beachtet werden?

  • Bitte lassen Sie mir den ausgefüllten Anamnesebogen vor der Behandlung zukommen
  • Für die Gangbildanalyse wird ein fester, ebener Untergrund benötigt
  • Für die Behandlung sollte das Pferd ein gutsitzendes Halfter mit Strick tragen
  • Während der Behandlung sollte das Pferd festgehalten, jedoch nicht fixiert/angebunden werden
  • Es wird für die Behandlung ein ruhiger Ort mit rutschfestem, möglichst weichem Untergrund und genügend Platz benötigt, gerne auch witterungsgeschützt (hier eignen sich besonders die Reithalle/ Reitplatz/ Longierzirkel)
  • Das Pferd sollte sauber, möglichst trocken und mit ausgekratzten Hufen vorgestellt werden
  • Das Pferd sollte eine Stunde vor dem Behandlungstermin stehen – kein spazieren gehen, longieren, reiten o.ä., um die Befundung nicht zu verfälschen (Offenstallpferde dürfen bis zur Behandlung im Offenstall bleiben)

Das „Warmlaufen“ kann die Bewegungsabläufe des Pferdes verändern und Probleme werden können so evtl. schlechter erkannt werden 

Was muss nach der Behandlung beachtet werden?

  • Nach der Behandlung hat das Pferd üblicherweise 48h Reit- und Arbeitsfrei. Der Pferdekörper braucht Zeit, sich an das neue Körpergefühl zu gewöhnen und die Behandlung ist für die Pferde häufig anstrengend
  • Einige Pferde haben die nächsten Tage auch Muskelkater und sind müde
  • Direkt nach der Behandlung tut es den Pferden oft gut, wenn sie noch einmal etwas Schritt geführt werden
  • Dem Pferd sollte genug frisches Trinkwasser angeboten werden – viele Pferde haben danach Durst
  • Üblicherweise reicht es den Pferden, wenn sie in diesen zwei „Pausetagen“ Schritt geführt werden – Pferde mit viel Energie dürfen laufen gelassen werden, allerdings nur so, wie sie möchten (dies soll ein Angebot sein, kein Treiben/ Scheuchen/Animieren)
  • Selbstverständlich dürfen die Pferde normal auf die Wiese/ Paddock und Offenstallpferde zurück in den Offenstall

Nach der Behandlung kein Turnier, Lehrgang, o.ä.

Wichtige Informationen

Kontraindikationen

Folgende Gegebenheiten führen zum Ausschluss einer Behandlung:

  • Akutes Fieber bzw. Infektionskrankheiten
  • Offene Wunden, frische Blutungen (Kratzer und kleinere Macken stören nicht), frische Brüche (bei größeren Verletzungen muss allgemein Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt gehalten werden)
  • Ataxie durch eine Erkrankung des Kleinhirns (Spinale Ataxie ist kein absolutes Ausschlusskriterium!)
  • Trächtigkeit

Nur in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt bei:

  • Tumoren (hier zählen auch große Melanome)
  • Nach Operationen (selbstverständlich ist hier eine physiotherapeutische Betreuung sehr sinnvoll, der Zeitpunkt und Rahmen muss aber mit dem behandelnden Tierarzt besprochen werden)

Zeitlicher Abstand zu anderen therapeutischen Behandlungen

  • Besonders nach Zahnbehandlungen und Impfungen macht es Sinn, mindestens 10 Tage Abstand zu einer physiotherapeutischen Behandlung  einzuhalten
  • Impfungen und Sedierungen stellen eine Belastung für den Körper dar. Eine physiotherapeutische Behandlung ist daher erst nach ausreichender Erholung sinnvoll. Nach einer Sedierung (z. B. bei Zahnbehandlungen) kann eine anschließende Behandlung jedoch hilfreich sein, um Verspannungen durch das Maulgatter zu lösen und die Kopfhaltung zu verbessern
  • Die Physiotherapie sollte in Abstimmung mit anderen Behandlungen geplant werden

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